Grundlagen der Ultraschallreinigung · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 25.09.2026
Ultraschallreinigung erklärt: Wellen, Kavitation, Generatoren, Becken und Funktionen
Die ausführliche Fassung: wie Ultraschallwellen Kavitation erzeugen, was Frequenz und Temperatur bewirken, wie Generatoren und Schwinger aufgebaut sind und auf welche Funktionen es beim Becken ankommt.
Technischer Ratgeber. Die Zahlen stammen aus unseren eigenen Datentabellen; für Ihren Prozess bestätigen wir die Einstellungen mit einem Reinigungsversuch.

Inhalt
- Industrielle Reinigung auf dem neuesten Stand
- Was ist Ultraschallreinigung?
- Ultraschalltechnik
- Ultraschallwellen
- Kavitation
- Frequenz
- Temperatur
- Reinigungslösungen
- Aufbau einer Ultraschallreinigungsanlage
- Generatoren
- Schwinger
- Becken
- Funktionen einer Ultraschallreinigungsanlage
- Sweep-Modus
- Degas-Modus
- Ultraschallreinigungsgeräte und -anlagen
- Ultraschall-Tischgeräte
- Industrielle Ultraschallreinigungsanlagen
- Sonderanlagen
- Einsatzgebiete und Anwendungen
- Industrielle Anwendung
- Anwendung im Automobilbereich
- Anwendung in der Elektronik
Industrielle Reinigung auf dem neuesten Stand
Reinigung gehört zum Alltag und ist wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. Darüber hinaus ist sie in vielen Branchen ein unverzichtbarer Prozessschritt.
Gerade in Industriebetrieben ist die Reinigung von Produkten, Teilen und Geräten ein zwingender Schritt der Fertigung. Herkömmliche Verfahren arbeiten oft mit Handarbeit, aggressiven Chemikalien und mechanischem Scheuern, und Umweltvorschriften machen solche Verfahren weniger attraktiv. Produkte und Teile mit komplexen Formen und Spalten sind schwer zu reinigen, und herkömmliche Reinigung kann zeitaufwendig und teuer sein.
Die Ultraschallreinigung hat sich als verbreitete Alternative in vielen Fertigungsbetrieben durchgesetzt. Sie verkürzt Reinigungszeiten und senkt Betriebskosten. Unternehmen und Werkstätten, die komplexe Teile reinigen müssen, nutzen die Ultraschallreinigung wegen ihrer Technik und ihrer Vorteile.
In mehr als 50 Jahren Forschung und Entwicklung ist eine große Auswahl an Ultraschallreinigungsanlagen entstanden. Für das beste Ergebnis kommt es auf die passende Anlage an. Wichtige Merkmale sind Frequenz, Ultraschall- und Heizleistung, Schwingerbauart und Beckengröße. Ebenso wichtig ist es zu wissen, wie Ultraschallreiniger arbeiten, welche Vorteile sie bieten und wo sie eingesetzt werden.
Was ist Ultraschallreinigung?
Heute gibt es viele Reinigungsverfahren auf dem Markt. Eines der verbreitetsten und ausgereiftesten ist die Ultraschallreinigung. Eine Ultraschallreinigungsanlage ist wirtschaftlich, zeitsparend und umweltfreundlich.
Ultraschallwellen werden von Schwingern und Generatoren erzeugt und breiten sich in einem elastischen Medium wie einer Flüssigkeit aus. Flüssigkeiten eignen sich für dieses Verfahren, weil sie in eingetauchte Teile eindringen und auch komplexe, schwer zugängliche Oberflächen reinigen.
Der Schwinger erzeugt hochfrequente Ultraschallwellen, die schnelle Druckwechsel in der Flüssigkeit bewirken; dabei entstehen mikroskopisch kleine Blasen, die implodieren. Das nennt man Kavitation. Die bewegten Mikroblasen in der Reinigungslösung wirken mechanisch und lösen Oberflächenverschmutzungen vom eingetauchten Teil.
Ein beheiztes Bad und eine auf die Verschmutzung abgestimmte Reinigungslösung verbessern das Ergebnis zusätzlich. Das Verfahren eignet sich für Maschinen und Teile aus Automobilfertigung und Kfz-Werkstätten, Elektronikservice, Luftfahrt- und Schiffbauzulieferung, Bahntechnik, Montagelinien und anderen Fertigungsbranchen.
Ultraschalltechnik
Ultraschallwellen
Schall ist die Übertragung von Schwingungen durch ein elastisches Medium, das fest, flüssig oder gasförmig sein kann. Eine Schallwelle entsteht, wenn eine einzelne oder sich wiederholende Bewegung, etwa eine Schwingung, eine Welle in einem leitenden Medium auslöst. Die Luftbewegung an der Membran eines Lautsprechers ist ein gutes Beispiel für Schallwellen aus mechanischer Bewegung.
Ultraschall bezeichnet Schallwellen jenseits der Grenze des menschlichen Hörvermögens. Die Frequenz einer Schallwelle bestimmt ihre Klangfarbe oder Tonhöhe. Niedrige Frequenzen ergeben Bässe oder tiefe Töne, hohe Frequenzen hohe Töne oder Höhen. Diese Frequenzen spielen bei der Ultraschallreinigung eine große Rolle, wie weiter unten beschrieben.
Die Schallwellen, die sich durch die Reinigungslösung ausbreiten und sie in Bewegung versetzen, erzeugen Kavitation, die Oberflächenverschmutzungen abträgt.
Die steigenden Anforderungen an die Sauberkeit haben besonders im letzten Jahrzehnt zu anspruchsvollen Technologien geführt. Heute lässt sich Ultraschall gezielt auf unterschiedliche Anwendungen abstimmen. Ultraschall wurde erstmals in den 1950er-Jahren zur Reinigung eingesetzt. Seitdem haben zahlreiche Hersteller die Technik bis zum heutigen Stand weiterentwickelt.
Kavitation
Ein wesentlicher Teil jeder Ultraschallreinigungsanlage ist der Generator, der hochfrequente elektrische Signale erzeugt. Diese Signale gehen an die Schwinger und werden in Schallwellen umgewandelt. Wenn die Wellen von der Metallplatte des Schwingers durch die Reinigungslösung laufen, erzeugen sie Unterdruckzonen, in denen Kavitation entsteht.
Kavitation ist das schnelle Entstehen und Zusammenfallen von Dampfblasen in einer Flüssigkeit. In der Unterdruckphase jeder Schallwelle, dem Wellental, entstehen winzige Blasen und wachsen; in der folgenden Überdruckphase, dem Wellenberg, werden sie zusammengedrückt und fallen in sich zusammen. Oft wächst eine Blase über mehrere Schwingungen, bevor sie implodiert; im Bad gibt es deshalb zu jedem Zeitpunkt Blasen unterschiedlicher Größe.

Schließlich fallen die Kavitationsblasen gleichzeitig in sich zusammen; diese Implosionen senden Druckwellen von den Kollapsstellen aus. Der Kollaps vieler Blasen in der gesamten beschallten Flüssigkeit erzeugt die Wirkung, die man gemeinhin mit Ultraschall verbindet. Er liefert die mechanische Reinigungswirkung, oft als Schrubbbewegung beschrieben, die Schmutz und Verunreinigungen von der Teileoberfläche löst.


Frequenz
Bei der Ultraschallreinigung entfernen unterschiedliche Frequenzen unterschiedliche Partikel; das macht die Technik vielseitig einsetzbar. Die allgemeine Reinigung bei 40 kHz entfernt große Späne, Schweißspritzer, Bearbeitungsspäne und Laserzunder. Diese Frequenz wird in der Beschlag- und Sanitärtechnik, bei Konsumgütern, in der Automobil- und in der Luftfahrtindustrie eingesetzt.
Unsere Anlagen arbeiten mit 28 kHz, 40 kHz oder beiden Frequenzen. Die niedrigere Frequenz, 28 kHz, erzeugt weniger und größere Blasen mit mehr Energie je Implosion: kräftiger bei starker Verschmutzung und härter zu weichen oder polierten Oberflächen. Sie entfernt groben Schmutz, Kohlenstoff, Sand, Zunder, Schlamm und starken Straßenschmutz. Niedrige Frequenzen werden vor allem bei der Aufbereitung von Geländefahrzeugen, in Gießereien, im Stahlbau und bei der Grobbearbeitung eingesetzt.
Für feinere Verschmutzungen erzeugt eine höhere Frequenz kleinere Kavitationsblasen, die schonender wirken und feinere Strukturen erreichen. Im Megaschallbereich, etwa 400 bis 800 kHz, lösen sich Staub, Fingerabdrücke und Handhabungsrückstände von empfindlichen Oberflächen; dieser Bereich wird bei Festplattenlaufwerken, in der Optik und in der Elektronik genutzt. Er liegt außerhalb des Bereichs der Sonixtek-Anlagen, die als Industriereiniger mit 28 und 40 kHz arbeiten.
Temperatur
Die Temperatur beeinflusst die Stärke der Ultraschallreinigung und die Wirksamkeit der Reinigungslösung.
Die Temperatur hängt mehr mit der Wirksamkeit des Reinigungsmittels zusammen als mit der Wirksamkeit der Ultraschallanlage. Die ideale Temperatur hängt vom Becken und von der Anwendung ab. Für einfache Anwendungen liegt die übliche Einstellung zwischen 55 °C und 60 °C.
Eine hohe Temperatur verteilt die Ultraschallwirkung im Becken gleichmäßiger. Sie verteilt die Mikroblasen und verringert so die Konzentration der Kavitationsenergie.
Zwar lässt die mechanische Reinigungswirkung der Kavitation bei höheren Temperaturen nach, doch die bessere Wirkung der Reinigungslösung kann das ausgleichen. Manche Reinigungslösungen arbeiten bei hohen Temperaturen am besten. Wird die Anlage bei diesen Temperaturen betrieben, löst die Reinigungslösung die Bindung zwischen Verschmutzung und Teil besser.
Jede Reinigungslösung hat eine optimale Arbeitstemperatur. Prüfen Sie am besten die ideale Temperatur Ihrer Reinigungslösung. Wenn Sie verschiedene Reinigungslösungen einsetzen, empfiehlt sich eine Ultraschallanlage mit einstellbarer Temperatur.
Reinigungslösungen
Die Reinigungslösung wirkt als Reiniger und ist ebenso wichtig wie Ultraschallfrequenz und -leistung. Die meisten gebräuchlichen Chemien sind mild alkalisch, alkalisch, sauer oder neutral. Reinigungslösungen werden als Konzentrat geliefert; für einen optimalen Reinigungszyklus braucht es das richtige Mischungsverhältnis mit Wasser. Die Hersteller geben Verdünnung und Reinigungstemperatur an.
Viele Reinigungslösungen sind für bestimmte Zwecke formuliert, um Werkstoffe zu schonen, Kosten zu sparen und die beste Wirkung zu erzielen. Ein Beispiel sind mild alkalische Lösungen in drei Arten: 1) mild alkalische Universalreiniger 2) Spezialreiniger mit Ammoniak 3) Spezialreiniger, tensidfrei. Eine weitere Gruppe sind alkalische Lösungen in zwei Arten: alkalischer Intensivreiniger und demulgierender Spezialreiniger, silikatfrei. Die dritte Gruppe sind neutrale Reinigungslösungen in zwei Arten: Neutralreiniger für schonende Reinigung und neutrale Universalreiniger. Schließlich gibt es saure Lösungen in drei Arten: 1) schonender Spezialreiniger 2) intensiver Spezialreiniger 3) demulgierender Spezialreiniger.
Viele Reinigungsflüssigkeiten auf dem Markt enthalten ungiftige und biologisch abbaubare Inhaltsstoffe; sie sind umweltfreundlich und leicht zu entsorgen. Die meisten Lösungen sind wasserbasiert, Rost kann also ein Thema sein; dagegen lassen sich Korrosionsinhibitoren zugeben.
Aufbau einer Ultraschallreinigungsanlage
Eine industrielle Ultraschallreinigungsanlage besteht aus drei Hauptkomponenten: Generator, Schwinger und Becken. Jede davon ist für eine vollständige Anlage unverzichtbar; sie werden im Folgenden im Einzelnen beschrieben.
Generatoren
Der Generator ist das Herzstück der Ultraschalltechnik. Ultraschallgeneratoren erzeugen das hochfrequente elektrische Signal, das eine Ultraschallreinigungsanlage zum Betrieb braucht. Sie regeln die Frequenz und stellen sicher, dass die gewählte Frequenz und Ausgangsleistung der Anlage gehalten werden, und darauf kommt es an.
Wie oben beschrieben, bilden sich Kavitationsblasen in den Drucktälern der Schallwelle und fallen in den Druckbergen zusammen; das erzeugt eine intensive mechanische Reinigungswirkung auf den verschmutzten Oberflächen der eingetauchten Teile. Die Schwinger im Becken erzeugen die Schallwellen, indem sie mit der vom Generator vorgegebenen Ultraschallfrequenz schwingen. Die ganze Anlage muss in Frequenz, Ultraschall- und Heizleistung, Beckengröße und Steuerung aufeinander abgestimmt sein, als Gesamtsystem, das für eine bestimmte Reinigungsaufgabe zusammenarbeitet. Die Wahl des richtigen Generators beeinflusst die Leistung der gesamten Anlage erheblich.
Der Generator muss in die Produktionsumgebung passen und zu den Reinigungsanforderungen des Anwenders. Betriebsspannung, Baugröße und Art der vorgesehenen Reinigung sind die Faktoren, nach denen sich die passende Anlage richtet. Frequenz, Ultraschall- und Heizleistung und weitere Steuerfunktionen müssen für jede Reinigungsaufgabe festgelegt werden. Sind die Anforderungen definiert, ergibt sich die Wahl der richtigen Frequenz und der zugehörigen Schwinger und Becken. Sonixtek-Ultraschallreiniger sind bereits mit den passenden Generatoren für eine gute Reinigungswirkung ausgestattet.
Allgemein erzeugen niedrige Frequenzen größere Kavitationsblasen und damit eine intensive Reinigungswirkung für Teile oder Komponenten aus komplexeren Werkstoffen. Höhere Frequenzen reinigen Teile oder Komponenten aus weicheren Werkstoffen schonender als niedrige. In jedem Fall braucht es eine hohe Generatorleistung, um das Reinigungsbecken mit Ultraschall zu füllen. Der Generator muss ein gleichmäßiges Wellenmuster erzeugen, damit die Reinigung am wirksamsten ist.
Schwinger
Die zweite Komponente einer Ultraschallreinigungsanlage sind die Schwinger. Ein Schwinger wandelt elektrische Wechselenergie in mechanische Schwingungsenergie um. Sonixtek-Ultraschallreiniger haben die passende Zahl an Schwingern für Größe und Volumen, damit die Reinigung effizient ist.

Ein Schwinger besteht aus einem elektrischen Teil, der das Signal des Ultraschallgenerators aufnimmt, und einem mechanischen Teil, der mit hoher Frequenz schwingt und Schallwellen erzeugt. Ultraschallreiniger leiten diese Wellen durch die Reinigungsflüssigkeit, die Wassermoleküle geraten in Bewegung, und es entstehen Kavitationsblasen. Der Schwinger setzt das elektrische Signal des Generators in eine Schrubbwirkung um. Der Kollaps der Blasen schrubbt die Teile und löst Schmutz und Verunreinigungen von ihrer Oberfläche.
Ultraschallschwinger müssen Wärme, Schwingung und Reinigungslösung unbeschadet standhalten. Bei den meisten unserer Becken sind sie von unten auf den Beckenboden geklebt, außerhalb der Flüssigkeit, sodass die Lösung sie nie berührt. Die größeren Anlagen der Serien SF, AL und AU arbeiten stattdessen mit dichten Schwingerkästen aus Edelstahl (AISI 316), die im Bad stehen. Ultraschall-Reinigungslösungen werden manchmal beheizt und können milde Lösemittel enthalten. Die Schwinger müssen auch unter diesen Bedingungen ihre Nennleistung liefern. Schwinger für die Ultraschallreinigung bringen die Ultraschallleistung in die Flüssigkeit des Reinigungsbeckens und halten anspruchsvollen Betriebsbedingungen ohne Ausfall oder Leistungsverlust stand.
Becken
Die dritte Komponente einer Ultraschallreinigungsanlage ist das Becken. Ultraschallbecken nehmen die Reinigungsflüssigkeit auf und müssen aus dickem Edelstahl bestehen, damit sie höhere Temperaturen halten und nicht rosten; das bietet Sonixtek. Erzeugt der Generator das elektrische Signal, wandelt der Schwinger im Becken es in Wellen in der Reinigungsflüssigkeit um. Das Teil liegt im Becken, eingetaucht in die Reinigungslösung, und die von den Schwingern erzeugten Kavitationsblasen entfernen die gesamte Oberflächenverschmutzung.

Reinigungsbecken müssen der mechanischen Reinigungswirkung, den Schwingungen und steigenden Temperaturen standhalten, und ihre Bauweise muss unterschiedliche Reinigungsanforderungen erfüllen.
Sonixtek führt Standard-Beckengrößen, die die meisten Reinigungsaufgaben abdecken. Ist die Anlage jedoch für eine einzige Aufgabe bestimmt, kann das Becken genau auf die üblicherweise gereinigten Teile zugeschnitten werden. Für lange, schmale oder ungewöhnlich geformte Teile sind Sonderbecken dann am effizientesten. Auch Betriebe mit bestimmten unregelmäßig geformten Teilen profitieren von einem Sonderbecken. Sonixtek passt die Ultraschallreinigungsanlage an, einschließlich Becken, Frequenz und mehr.
Bei Anlagen für viele verschiedene Reinigungsaufgaben sollten Größe, Form und auch Gewicht der Teile sorgfältig bedacht werden. Die Wahl des Beckens ist entscheidend, damit die Anlage flexibel bleibt.
Richten Sie die Beckengröße bei der Auswahl am größten zu reinigenden Teil aus. Für kleine und empfindliche Teile ist außerdem ein Korb im Becken sehr zu empfehlen, damit sie nicht mit den schwingenden Wänden und dem Boden in Berührung kommen.
Berühren kleine oder empfindliche Teile Wände oder Boden des Beckens, können die Schwingungen sie beschädigen. Mit der Zeit kann dieser Kontakt auch die Beckenoberfläche zerkratzen, wenn kein Korb Teile und Becken trennt. An diesen Kratzern kann Kavitation ansetzen, Löcher bilden und das Becken mit der Zeit beschädigen. Ein Korb verhindert solche Schäden. Er muss groß genug für die Teile sein, und das Becken groß genug für den Korb. Weil der Korb das Becken schützt, ist er für jede Ultraschallreinigungsanlage wichtig. Deshalb liefert Sonixtek zu jeder Anlage einen Korb.
Funktionen einer Ultraschallreinigungsanlage
Die Standardanlagen von Sonixtek haben über die reine mechanische Reinigung hinaus Funktionen, die den Reinigungsprozess optimieren. Welche eine Anlage hat, hängt von der Serie ab; Sweep und Degas sind nicht bei jeder Anlage Standard. Degas etwa ist bei der UMX Pro, der AL-Serie und den STS-Tischgeräten Standard, bei den Serien ST, SF und AU nicht. Die Produktseite jedes Modells nennt seine Funktionen.
Sweep-Modus
Die Ultraschallreinigung braucht viel Leistung, verteilt auf die vielen Schwinger an den senkrechten Wänden und am Boden.
Gibt ein Generator nur eine einzige feste Frequenz ab, arbeiten manche Schwinger nicht richtig; das führt zu schwacher Leistung, schneller Überhitzung und Verschleiß des Geräts.
Um diese Probleme zu vermeiden, ist der Ultraschallgenerator mit einem Sweep-Modus ausgestattet, der im Werk eingestellt und bei der Endprüfung vor Ort feinjustiert wird. Dabei werden die wirksame Mittenfrequenz bestimmt und der Hub, der nötig ist, damit jeder Schwinger in Resonanz kommt.
Der Sweep-Modus variiert die Ultraschallfrequenz leicht und lässt die Ultraschallleistung wandern; so entstehen weder Hotspots mit sehr intensiver Kavitation noch tote Zonen mit wenig oder gar keiner Kavitation. Im Sweep-Betrieb werden die Teile gleichmäßig gereinigt. Der Sweep-Modus verhindert Schäden an sehr empfindlichen Teilen und verringert die Wirkung stehender Wellen im Becken.
Degas-Modus
Der Degas-Modus treibt eingeschlossene Luft, die die Kavitation hemmt, aus frischen Reinigungslösungen aus. Dieser Schritt geht auch an einem Gerät ohne Degas-Modus: Lassen Sie den Reiniger ohne Beladung 10 Minuten laufen, dann ist die eingeschlossene Luft mitsamt den Bläschen entfernt.
Deshalb ist es wichtig, neue Ultraschall-Reinigungslösungen zu entgasen, bevor die Reinigung oder Probenvorbereitung beginnt. Eingeschlossene Luft in neuen Lösungen stört die Kavitation, die die Reinigung oder Probenvorbereitung leistet, bis sie entfernt ist.
Ultraschallreinigungsgeräte und -anlagen
Das Spektrum reicht von kleinen Tischgeräten bis zu großen Anlagen für verschiedenste industrielle Anwendungen. Die Beckengröße kann über den Erfolg einer Reinigungsanwendung entscheiden. Für die einfachste Anwendung genügt oft ein kleines Becken. Für die industrielle Reinigung gibt es jedoch anspruchsvollere Anlagen mit Spülbädern, zusätzlichen Prozessbecken und Heißlufttrocknern. Häufig wird automatisiert, um Personal zu entlasten und den Prozess reproduzierbar zu machen. Die größten Anlagen nutzen Tauchschwinger, die seitlich oder am Boden von Becken jeder Größe montiert werden können. Tauchschwinger sind vollkommen flexibel und leicht zu installieren und zu warten.
Ultraschall-Tischgeräte
Tischgeräte sind meist kleiner und werden häufig in Arztpraxen und Kliniken, Laboren und Juweliergeschäften eingesetzt. Auch Hochschulen nutzen Ultraschall-Tischgeräte für die Forschung. Ebenso setzen sie andere Branchen ein, die kleine und empfindliche Teile reinigen müssen.

Industrielle Ultraschallreinigungsanlagen
Industrielle Ultraschallreinigungsanlagen haben mehr Funktionen als Tischgeräte, um anspruchsvolle industrielle Reinigungsaufgaben zu bewältigen. Sonixtek bietet derzeit vier Serien industrieller Ultraschallreinigungsanlagen mit unterschiedlicher Zusatzausstattung.
Diese Anlagen sind für die intensive industrielle Reinigung gebaut. Ihre größeren Becken fassen bis zu 8000 Liter und reinigen große Teile und Maschinen. Im Vergleich zu Tischgeräten haben sie ausgefeilte Zusatzfunktionen, die die Ultraschallreinigung ergänzen.

Zu den Zusatzfunktionen der industriellen Sonixtek-Anlagen gehören Filtrationssysteme, Pufferbehälter und Ölabscheidesysteme mit Ölskimmer. Die höherwertigen Modelle haben außerdem Hubsysteme, integrierte Laminarströmung und eine SPS-gesteuerte Materialhandhabung.
Sonderanlagen
Erfüllt die Standard-Industrieanlage die Reinigungsanforderungen nicht, gibt es viele Möglichkeiten für kundenspezifische Anlagen. Eine davon ist eine modulare Anlage mit Mehrzweckbecken, die Ultraschallreinigung, Vorwäsche, Spülbecken, Hochdruck-Spritzreinigung und Heißlufttrocknung kombiniert.
Bei der Wahl der richtigen Industrieanlage muss das Becken das größte zu reinigende Teil oder die größte Maschine aufnehmen, und die Leistung der Anlage muss ausreichen, um das Becken mit Ultraschall zu füllen. Für Objekte mit ungewöhnlicher Form sind manchmal Sonderbecken nötig, damit weniger Reinigungslösung und geringere Leistung genügen.

Einsatzgebiete und Anwendungen
Mit der großen Auswahl an Anlagen, Reinigungslösungen und neuen Funktionen hat die Ultraschalltechnik viele Anwendungen in unterschiedlichen Branchen; das macht Ultraschallreiniger vielseitig und praxistauglich.
Industrielle Anwendung
Bearbeitete Teile kommen mit unterschiedlichsten Verunreinigungen aus der Produktion. Bei der Bearbeitung bleiben Schmierstoffreste am Teil, die im Laufe der Fertigung Schmutz aufnehmen; so bleiben Partikel auf den Oberflächen, und solche Verunreinigungen schaden. Scheuern von Hand kostet Zeit und kann die Oberflächen beschädigen und verkratzen. Stattdessen lässt sich die Ultraschallreinigung für alle Teile einsetzen, ohne Rückstände und ohne Schäden an Metalloberflächen. Industrielle Ultraschallreinigungsanlagen sind eine wirtschaftliche und effiziente Lösung für diese Anforderungen.
Anwendung im Automobilbereich
Die Reinigung unterschiedlichster, komplizierter Maschinen ist zeitaufwendig und gehört in der Automobilbranche zum Tagesgeschäft.
Teile für Fertigung, Aufbereitung und Reparatur müssen vor dem Einsatz gründlich gereinigt werden. Neuteile aus der Fertigung sind selten stark verschmutzt, können aber Reste von Bearbeitungsmitteln und metallische Verunreinigungen tragen. Teile aus Aufbereitung und Reparatur haben oft starke Ablagerungen von Kohlenstoff oder Fett. Weitere Verunreinigungen in dieser Branche sind Öl, Benzinreste oder Metallabrieb.
Mit herkömmlichen Verfahren bedeutet die Reinigung dieser Teile langes Einweichen in aggressiver Chemie, Hochdruckreinigung gegen starke Verschmutzung und Schrubben und Kratzen von Hand an schwer zugänglichen Stellen. Diese Art der Teilereinigung ist teuer und zeitaufwendig.
Mit Ultraschallreinigern für den Automobilbereich kommen die Teile frei von Verunreinigungen aus dem Reinigungsprozess. Ein erfahrener Hersteller kann die richtige Frequenz, Leistung und Zeit für den Reinigungsprozess angeben. Mit der richtigen Ultraschallanlage und Zeiteinstellung werden auch schwer zugängliche Stellen bis auf die ursprüngliche Oberfläche sauber. Die Teile sind bereit für die Endmontage, und die Qualität steigt.
Anwendung in der Elektronik
In der Elektronik spart die Ultraschallreinigung Zeit und verbessert die Ergebnisse, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Sie wirkt bei Leiterplatten und elektrischen Baugruppen.
Das Verfahren entfernt Staub, Schmutz und Korrosion von Leiterplatten und anderen elektronischen Bauteilen; das ist wichtig, weil es die Gesamtleistung des Geräts beeinflusst.
Eine Ultraschallreinigungsanlage entfernt Lotpaste und Flussmittelreste sicher und wirksam von Baugruppen. Werden Leiterplatten nach dem Wellenlöten im Ultraschall gereinigt, beginnt man am einfachsten bald nach dem Löten, sofern die Platine vor Beginn der Ultraschallreinigung unter 70 °C abgekühlt ist.
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