Prozess und Parameter · 2 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 25.09.2026

Partikelgröße und Ultraschallfrequenz

Niedrige Frequenzen erzeugen größere, energiereichere Blasen für starke Verschmutzung; hohe Frequenzen kleinere, schonendere Blasen, die feine Partikel besser erfassen. So wählen Sie zwischen 28 und 40 kHz.

Technischer Ratgeber. Die Zahlen stammen aus unseren eigenen Datentabellen; für Ihren Prozess bestätigen wir die Einstellungen mit einem Reinigungsversuch.

Feine Elektronikbaugruppen, ein Fall für höhere Frequenzen

Ultraschallreinigung gehört heute zu den wirksamsten Reinigungsverfahren, effizient und umweltschonend. Die Ultraschallfrequenz dieser Anlagen entfernt nahezu jede Art von Schmutz und Verunreinigung auf fast jeder Oberfläche.

Ein Ultraschallreiniger entfernt Verunreinigungen unterschiedlicher Partikelgröße mit Kavitationsblasen, die der Ultraschall in der Flüssigkeit erzeugt. Diese mikroskopischen Blasen lösen die Verschmutzung von Oberflächen aus Metall, Kunststoff, Gummi, Glas und anderen Werkstoffen.

Ultraschall entfernt auch feine Partikel. Unsere Industrieanlagen arbeiten mit 28 kHz, 40 kHz oder beiden Frequenzen und entfernen damit Partikel im Bereich von etwa 10 bis 50 Mikrometern: feinen Sand, Staub, Späne, Schlamm und Ähnliches.

Als Faustregel gilt: Je höher die Frequenz, desto kleiner die Kavitationsblasen. Der Ultraschall bringt diese mikroskopischen Blasen zum Implodieren, und das erzeugt die Reinigungswirkung.

Eine höhere Frequenz ist daher optimal für Teile mit feineren Schmutzpartikeln und reinigt zugleich schonender. Eine niedrigere Frequenz erzeugt dagegen vergleichsweise größere Kavitationsblasen, die sich gut für Teile mit gröberen Schmutzpartikeln eignen.

In der Praxis besteht die Verschmutzung jedoch oft aus einer Mischung kleiner Partikel mit Fett, Öl, Schmutz, Wachs oder Pigmenten. Das müssen Sie bei der Wahl der Frequenz Ihres Ultraschallreinigers berücksichtigen.

Ein typisches Beispiel ist ein Turbolader, der zur Überholung kommt: Ölkohleablagerungen und feine Späne, die von Ölrückständen an der Oberfläche gehalten werden. Die Partikel sind klein, aber das Öl bindet sie; die Aufgabe braucht deshalb kräftige Kavitation zusammen mit einem beheizten Reiniger, der das Öl löst. Das spricht für die niedrigere Frequenz, 28 kHz.

Bei Sonixtek bestimmen Sie selbst, mit welcher Frequenz Ihre industrielle Ultraschallreinigungsanlage arbeitet: In der Industrie-Standardserie ST wählen Sie bei der Bestellung 28 kHz oder 40 kHz, die UMX Pro gibt es ein- oder zweifrequent. Alle Sonixtek-Ultraschallreiniger, von der Industrieserie bis zu unseren erweiterten Serien, eignen sich für ein breites Spektrum an Teilen, darunter Automobil- und Luftfahrtteile, Eisenwaren und Sanitärteile.

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