Teile und Verschmutzungen · 2 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 25.09.2026

Poröse Werkstoffe mit Ultraschall reinigen

Sinterfilter, Gussteile und offenporige Werkstoffe halten Schmutz dort fest, wo Flüssigkeit kaum strömt. Wie die Kavitation hineinkommt und wo sie es nicht schafft.

Technischer Ratgeber. Die Zahlen stammen aus unseren eigenen Datentabellen; für Ihren Prozess bestätigen wir die Einstellungen mit einem Reinigungsversuch.

Formteile und poröse Teile

Der größte Vorteil einer Ultraschallreinigungsanlage ist ihre Vielseitigkeit. Sie spart teure Arbeitsstunden, weil sie Teile aus allen Werkstoffen wirksam reinigt und dabei auch kleinste Spalten und schwer zugängliche Stellen erreicht.

Möglich machen das die mikroskopisch kleinen Kavitationsblasen des Ultraschallverfahrens. Liegt eine Maschine oder ein Teil im Ultraschallbecken, erreichen die Kavitationsblasen jede Oberfläche, solange sie in die Reinigungsflüssigkeit eingetaucht ist.

Die Ultraschallreinigung hat ihre Wirksamkeit und einfache Handhabung bewiesen, vor allem bei glatten, geschlossenen Werkstoffen. Die Kavitationsblasen implodieren an der verschmutzten Stelle: Das ist die mechanische Reinigungswirkung des Ultraschalls. Bei porösen Werkstoffen kann die Reinigung dagegen schwierig werden.

Mit demselben Reinigungsprozess erreicht eine Ultraschallanlage an einem porösen Werkstoff nicht unbedingt dieselbe Qualität wie an einem geschlossenen. Bei porösen Teilen wie Filtern genügt es nicht, sie einfach ins Becken zu legen.

Bei einem Filter braucht es zusätzlichen Aufwand, um Partikel zu entfernen, die in den Poren festsitzen. Legen Sie den Filter so ein, dass die Strömung entgegen der Richtung verläuft, aus der sich der Schmutz festgesetzt hat. Wenn Sie die Strömungsrichtung nicht bestimmen können, drehen Sie den Filter im Becken, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Lässt sich die Reinigungsflüssigkeit nicht durch den porösen Werkstoff führen, können Sie den Filter auch mehrmals ins Ultraschallbecken tauchen. Lassen Sie die aufgenommene Flüssigkeit zwischen den Tauchgängen jeweils ablaufen. So wird der poröse Werkstoff besser sauber.

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